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DCI Data Center Intelligence GmbH

Teil 1: Beginn der RZ-Planung

19. Jun 2019

 Beginn der RZ-Planung – aber nicht ohne Risikoanalyse!

Risiko RZ-Planung

Sie stehen kurz vor oder vielleicht schon mitten drin in der Planung Ihres neuen Rechenzentrums. Viele Fragen kommen Ihnen dabei schon direkt am Anfang auf – welcher Standort ist die richtige Wahl? Welche Faktoren muss ich dabei beachten? Welche Verfügbarkeitsklasse strebe ich an? Wie schaut es mit der Energieeffizienz aus?

In unserem neuen Blog möchten wir Ihnen einen Einblick in DEN Projektleitfaden hinsichtlich der gesamten Rechenzentrumsinfrastruktur, der Norm EN 50600, gewähren. Denn auch vorher existierten bereits viele Leitfäden und Hilfestellungen zu den einzelnen Gewerken wie Gebäudekonstruktion, Stromversorgung, Telekommunikationsverkabelung, Sicherungssysteme und Umgebungsbedingungen. Jedoch lagen diese nie in einer einheitlichen Form vor, sodass jedes Angebot bezüglich eines Rechenzentrums individuell geprüft werden musste.

In der folgenden Grafik erhalten Sie vorab eine Übersicht der Norm EN 50600:

Norm EN 50600

Beginnen wir nun mit der EN 50600-1, Allgemeine Konzepte. Dies ist der erste Normenteil und besteht unter anderem aus den Inhalten:

✓ Planungsgrundsätze
✓ Risikoanalyse
✓ Verfügbarkeit
✓ Schutzklassen
✓ Energieeffizienz

Zunächst möchten wir Ihnen die Risikoanalyse näherbringen. Diese gliedert sich nochmals in eine Ereignis- und eine Geschäftsrisikoanalyse. Jeder Planung eines Rechenzentrums steht eine Ereignis-Risikoanalyse bevor.

Die Entscheidung, ein neues Rechenzentrum zu erbauen, ist bereits getroffen. Dafür benötigen sie nun den perfekten Standort. Wobei wir bei dem Wort „perfekt“ vorweggreifen müssen, denn „perfekt“ gibt es nicht. An fast jedem Standort sind Umgebungsrisiken vorhanden. Dazu zählen unter anderem Verarbeitungsfirmen (z.B. Holzverarbeitung), Flughäfen, Gewässer, Lagerstätten, Autobahnen, Militärische Anlagen und wenn es einen ganz hart trifft: ein Atomkraftwerk. Feuer, Wasser und Explosion sollten weitestgehend von Ihrem neuem Herzstück fernbleiben. Die Norm schreibt hierfür auch speziell definierte Abstände vor, um größtmöglichen Schäden vorzubeugen.

Um die jeweiligen Risiken in etwa abschätzen zu können, ist die Erstellung einer individuell auf Ihr Unternehmen abgestimmten Risikomatrix sinnvoll. Diese sollte lediglich zwei Fragestellungen beinhalten:

  • Wie hoch ist die Eintrittswahrscheinlichkeit des jeweiligen Ereignisses (z.B. Überflutung durch nahe gelegenen See, Brand durch nahegelegene Holzverarbeitungsfirma) und
  • Welche Auswirkungen hätte ein solcher Vorfall?

    Ist sowohl die Eintrittswahrscheinlichkeit als auch die Auswirkung des jeweiligen Unglücks sehr hoch, wird über Möglichkeiten zur Risikominimierung nachgedacht. Zu solchen Möglichkeiten zählen hinsichtlich der baulichen Schutzmaßnahmen bestimmte Raum-in-Raum Systeme, F90- Wände, T90-Türen usw. Zu organisatorischen Schutzmaßnahmen zählen unter anderem Betriebsnotfallhandbücher.
    Dies sind selbstverständlich nur Beispiele, die in jedem Planungsfall individuell betrachtet werden müssen. Wie viel Geld in jenem Fall investiert wird, muss ebenfalls jedes Unternehmen für sich selbst bedenken.

    Kurz lässt sich zusammenfassen:

    „Wenn die Aufstellung eines Rechenzentrums an einem Ort mit negativen Umwelteinflüssen unvermeidlich ist, müssen diese Einflüsse durch bauliche, technische und / oder organisatorische Schutzmaßnahmen abgemildert werden“.

    Fortsetzung folgt im nächsten Blog: Die Geschäftsrisikoanalyse

    Bei weiteren Fragen stehen Ihnen selbstverständlich die Fachexperten der DCI Data Center Intelligence GmbH unter 
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